Kirche Kunterbunt

Kai ist vier. Mit seiner Mama kommt er zur ersten Kirche Kunterbunt in die St.-Norbert-Kirche. Etwas ängstlich sieht er aus. Seine Augen schauen finster, als er mit ihr die große Kirche betritt. Ich gehe auf die beiden zu mit der Absicht, sie willkommen zu heißen. Ich begrüße die Mama und beuge mich hin zu ihm. Sein Blick wird noch finsterer. Er schreckt zurück vor mir. Er zerrt die Mama wieder raus vor die Tür. Sie diskutieren miteinander.

Noch einmal von vorne. Beim zweiten Eintreten sieht der Kleine Claudia. Er kennt sie sehr gut. Sie ist seine Erzieherin in der Kita. Kai strahlt über’s ganze Gesicht und läuft auf Claudia zu. Das Eis ist gebrochen. Jetzt kann es losgehen in der Kirche Kunterbunt. Auch seine Mama ist erleichtert.

Motiviert und schnell siebt er für einen Goldtaler Belohnung Sand aus, bastelt eine Uhr, die ihm die Stunden anzeigt, überlegt, was gerecht und ungerecht ist, löst mit der Mama das Kirchenrätsel, formt einen Denar aus Ton, wägt ab, was fair und unfair bedeutet.

Als Erster ist er fertig mit den Stationen. Er hatte Spaß. Die Mama auch. Gleich beginnt der kleine Gottesdienst. Alle in der Kirche kommen jetzt zusammen. Es wird gesungen, gebetet, eine Jesus-Geschichte angehört und ein bisschen darüber gesprochen. Am Ende der Segen. Kai bleibt immer schön neben der Mama. Er ist der Kleinste heute in der Kirche Kunterbunt.

Auch beim Buffet am Ende weicht er nicht von ihrer Seite. Wie froh ist er gewesen, dass Claudia auch da gewesen ist. Am Tag danach in der Kita hat er noch das Lied auf den Lippen: „Wir sind Gottes Familie kunterbunt; auch ich gehör dazu….“

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